null Heringsfängermuseum in Heimsen

Heringsfängermuseum in Heimsen

Mit Unterstützung der holländischen Lions vom Distrikt BZ 110 und dem eigenen Distrikt 111 WL ermöglichte es unser Lionsclub Minden dem Förderverein des Heringsfänger Museum in Petershagen/Heimsen e.V., das Museum um die Abteilung "Katastrophen auf See" zu erweitern.
Seit Jahren wollte das Heringsfängermuseum in Heimsen seine Ausstellung um eine Abteilung „Katastrophen auf See“ erweitern. Jetzt ist der Wunsch Wirklichkeit geworden. Bisher erinnert lediglich eine Gedenkstele auf dem Museumsgelände an die auf See verbliebenen Heringsfänger. Für die Umsetzung eines eigenständigen Segmentes fehlten jedoch die räumlichen Möglichkeiten und die finanziellen Mittel.
Beide Probleme sind jetzt gelöst. Aus der ehemaligen unteren Lehrerwohnung wurde mit Hilfe von Wanddurchbrüchen eine neue Ausstellungsfläche mit drei Räumen und 60 Quadratmetern hinzugewonnen. Die neuen Räume grenzen räumlich unmittelbar an die Ausstellungsfläche „Fangmethoden auf See“ an. Ziel der Erweiterung war es, Unglücke und Unfälle auf See und die damit verbundenen Zusammenhänge museumspädagogisch aufzuarbeiten, darzustellen und die bisher gezeigten Aspekte zum Leben der Heringsfänger aus der Region abzurunden. Auch wenn der Heringsfang gewissen Reichtum in die heimische Region gebracht hat, gab es immer wieder Schreckensmitteilungen, die die Familien traumatisierten, wenn die Ehemänner oder Söhne nicht zurückkehrten.
Zwischen 1872 und 1955 sind 513 Heringsfänger aus dem Gebiet der Mittelweser auf See blieben. Mindestens 64 deutsche Logger sind gesunken, ihre verschollenen Besatzungen später für tot erklärt.
Die Ausstellungspräsentation im zweiten Raum „Darstellung von Seeunglücken und Seeunfällen mit den Auswirkungen der Unfälle auf die Heimat“ wurde jetzt fertiggestellt. Mit einer Spende über 6 000 Euro wurde das Projekt durch den zum Distrikt Westfalen-Lippe (WL 111) gehörenden Lions-Club Minden unterstützt. Da der Distrikt WL 111 an den holländischen Lions-Distrikt 110 BZ an Deutschland grenzt, trugen auch die holländischen Lions dazu bei, den beachtlichen finanziellen Beitrag für die Erweiterung des Museums aufzubringen. Museumsleiter Bernd-Rüdiger Schalm, Trägervereinsvorsitzende Marianne Schmitz-Neuland, Geschäftsführerin Christa Berghorn und Vorstandsmitglied Detlev Scheumann dankten dem Gouverneur des Distrikts 111-Westfalen-Lippe, Helmut Hartmann, und dem Präsidenten des Lions-Clubs Minden, Peter Kienzle.

Kaum bekannt: Der Heringsfang verband bis ins zwanzigste Jahrhundert Holländer und Menschen aus dem Mindener Land.